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Genossenschaftsbanken sichern Versorgung mit Bankdienstleistungen

17.03.2020

Bargeldversorgung durch Volksbanken und Raiffeisenbanken in Weser-Ems sichergestellt / Einschränkungen im Filialbetrieb zu erwarten / Begleitung von Firmenkunden

Auch in Zeiten der Corona-Krise sichern die 60 unserem Verband angehörenden Genossenschaftsbanken die Versorgung der Bevölkerung mit Bargeld und sorgen für die Aufrechterhaltung des Zahlungsverkehrs. Kunden und Mitglieder können weiterhin wesentliche Bankdienstleistungen in Anspruch nehmen. Bargeld kann an den Geldautomaten der 343 Geschäfts- und 146 SB-Stellen abgehoben werden.

„Zum Schutz vor einer Infektion empfehlen wir die Nutzung der zahlreichen digitalen Anwendungen unserer Genossenschaftsbanken. Bankgeschäfte können auch bequem von zu Hause aus erledigt werden, beim Einkaufen reduziert das kontaktlose Bezahlen via Girocard, Kreditkarte oder Smartphone die Gefahr einer Ansteckung“, so Verbandsdirektor Johannes Freundlieb.

Um den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten, existiert ein mehrstufiger Notfallplan für Pandemien und Epidemien. Dieser sieht vor, dass die telefonische Erreichbarkeit, das Online-Banking und sowie alle Systeme für die Abwicklung von Buchungs- und Überweisungsvorgängen sowie Wertpapieraufträgen gesichert sind.

Erreichbarkeit der Geschäftsstellen
Beim Filialbetrieb kann es zum Schutz von Mitgliedern, Kunden und Mitarbeitern zu Einschränkungen kommen. „Jedes genossenschaftliche Kreditinstitut entscheidet selbst, welche personenbesetzten Filialen für Bankkunden bereitgehalten werden. Ziel ist es, den Großteil der Filialen weiterhin zu öffnen. Teilweise ist die vorübergehende Anpassung von Öffnungszeiten oder die Schließung von Filialen möglich, damit Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten oder sich um die Betreuung ihrer Kinder kümmern können. Die Abwicklung der Bankgeschäfte und Kundenaufträge werden von Bankmitarbeitern im Homeoffice digital und/oder telefonisch erledigt“, erklärt Verbandsdirektor Axel Schwengels. Bankkunden werden über geänderte Öffnungszeiten oder vorübergehende Filialschließungen über die Internetseite des jeweiligen Kreditinstitutes sowie über Aushänge informiert.

Zur Eindämmung des Coronavirus werden auch in den Filialen verschiedene Vorsorgemaßnahmen getroffen. Hierzu gehören insbesondere Hygienemaßnahmen, wie regelmäßiges Händewaschen, die Einhaltung der Nies- bzw. Hustenetikette oder der Verzicht auf den Handschlag zur Begrüßung sowie die regelmäßige Desinfektion der Selbstbedienungskomponenten.

 

Begleitung von Firmenkunden
Die Ausbreitung des Coronavirus gefährdet nicht nur die Gesundheit, sondern stellt die Unternehmen vor große, bisher nicht dagewesene Herausforderungen. „In diesen schwierigen Zeiten können sich Gewerbetreibende und Unternehmer auf die intensive Begleitung durch Genossenschaftsbanken verlassen. Die Sicherung der Unternehmensliquidität steht im Mittelpunkt der Maßnahmen. Gemeinsam mit den Kunden werden die Berater den Liquiditätsbedarf für die nächsten Wochen ermitteln und ihre Kunden über Kompensationsmaßnahmen der Bundesregierung, wie beispielsweise die Beantragung von Kurzarbeitergeld für die Belegschaften oder die in Aussicht gestellten Mittel der KfW-Bank informieren. Ziel ist es, Liquiditätsengpässe zu vermeiden und den bestehenden Liquiditätsbedarf so unbürokratisch wie möglich bereitzustellen. In Zeiten der Corona-Krise sind mehr denn je die genossenschaftlichen Werte gefragt – Solidarität, Selbsthilfe und regionale Ausrichtung. Gemeinsam meistern wir die schwierigen Zeiten“, so Freundlieb.