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Antworten für Bankkunden zum Coronavirus

18.03.2020

Aufgrund der aktuell fortschreitenden Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS CoV2 haben wir für Sie wichtige Informationen im Zusammenhang mit Ihren Bankgeschäften bei Genossenschaftsbanken zusammengefasst.

Wie sind die Volksbanken und Raiffeisenbanken  auf die Auswirkungen einer möglichen Ausbreitung des Coronavirus vorbereitet?

Um den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten, existiert ein mehrstufiger Notfallplan für Pandemien und Epidemien. Dieser sieht vor, dass die telefonische Erreichbarkeit, das Online-Banking und sowie alle Systeme für die Abwicklung von Buchungs- und Überweisungsvorgängen sowie Wertpapieraufträgen gesichert sind.

Gibt es eine Ansteckungsgefahr in der Bank?

Die Genossenschaftsbanken tun alles, um die Ansteckungsgefahr so niedrig wie möglich zu halten. Zur Eindämmung des Coronavirus werden auch in den Filialen verschiedene Vorsorgemaßnahmen getroffen. Hierzu gehören insbesondere Hygienemaßnahmen, wie regelmäßiges Händewaschen, die Einhaltung der Nies- bzw. Hustenetikette oder der Verzicht auf den Handschlag zur Begrüßung sowie die regelmäßige Desinfektion der Selbstbedienungskomponenten.

Übertragungen über Oberflächen sind bisher nicht dokumentiert. Die Infektion erfolgt üblicherweise von Mensch zu Mensch über Sekrete der Atemwege. Wir empfehlen Ihnen, im Umgang mit Bargeld, aber auch an SB-Terminals, Touch-Pads, Kassenterminals etc. die allgemeinen Hygiene-Maßnahmen, wie häufiges Händewaschen, zu beachten.

Kann ich mich beim Zahlen mit Bargeld anstecken?

Geldscheine und Münzen gelten nicht als Übertragungsweg. Im Umgang mit Geld empfiehlt die Bundesbank die gleichen Maßnahmen bezüglich der Handhygiene wie bei allen anderen Gegenständen des alltäglichen Gebrauchs auch. Beim Einkaufen reduziert das kontaktlose Bezahlen via Girocard, Kreditkarte oder Smartphone die Gefahr einer Ansteckung.

Kann ich weiterhin die Bank besuchen?

Entsprechend der offiziellen Empfehlungen bitten wir Sie, von einem Besuch abzusehen, wenn Sie Symptome wie Husten, Atembeschwerden oder Fieber bei sich feststellen und innerhalb der letzten 14 Tage vor Erkrankungsbeginn Kontakt zu einem bestätigten Corona-Fall hatten und/oder sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Mit den digitalen Anwendungen können Sie Bankgeschäfte auch bequem von zu Hause aus erledigen.  Ihr Kreditinstitut erreichen Sie darüber hinaus auch telefonisch, per Kontaktformular oder per E-Mail.

Sind alle Bankfilialen weiterhin geöffnet?

Beim Filialbetrieb kann es zum Schutz von Mitgliedern, Kunden und Mitarbeitern zu Einschränkungen kommen. Jedes genossenschaftliche Kreditinstitut entscheidet selbst, welche personenbesetzten Filialen für Bankkunden bereitgehalten werden. Ziel ist es, den Großteil der Filialen weiterhin zu öffnen. Teilweise ist die vorübergehende Anpassung von Öffnungszeiten oder die Schließung von Filialen möglich, damit Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten oder sich um die Betreuung ihrer Kinder kümmern können. Die Abwicklung der Bankgeschäfte und Kundenaufträge werden von Bankmitarbeitern im Homeoffice digital und/oder telefonisch erledigt. Über geänderte Öffnungszeiten oder vorübergehende Filialschließungen werden Sie über die Internetseite Ihres Kreditinstitutes sowie über Aushänge in Filialen informiert.

Besteht die Gefahr, dass der Zahlungsverkehr oder der Handel und die Abwicklung von Wertpapiergeschäften beeinträchtigt ist?

Kunden und Mitglieder können weiterhin wesentliche Bankdienstleistungen in Anspruch nehmen. Auch Wertpapiergeschäfte können weiter abgewickelt werden.

Gefährdet die Corona-Krise mein Erspartes auf dem Tagesgeld-, Festgeld- oder Girokonto?

Hier besteht kein Grund zur Sorge. Pro Einleger und Bank sind Einlagen bis 100.000 Euro in Deutschland durch die gesetzliche Einlagensicherung gesichert. Darüber hinaus verfügen die Genossenschaftsbanken über freiwillige Einlagensicherungssysteme, wodurch Ihre Einlagen noch einmal zusätzlich geschützt sind.

Wie gehe ich am besten mit meinem Aktiendepot um?

Bei Fragen zu Ihrem individuellen Aktiendepot steht Ihnen Ihr persönlicher Bankberater wie gewohnt mit Rat und Tat zur Seite.

Ist die Versorgung mit Bargeld gesichert?

Ja, die Bargeldversorgung ist sichergestellt. Bargeld kann an den Geldautomaten der 343 Geschäfts- und 146 SB-Stellen in Weser-Ems abgehoben werden.

Ich bin Firmenkunde und befürchte einen Liquiditätsengpass, was soll ich tun?

Die Volksbanken und Raiffeisenbanken stehen Gewerbetreibenden und Unternehmen als verlässlicher Partner zur Seite, um sie in der Krise zu unterstützen. Die Sicherung der Unternehmensliquidität steht im Mittelpunkt der Maßnahmen. Kontaktieren Sie am besten Ihren Firmenkundenberater, der gemeinsam mit Ihnen den Liquiditätsbedarf für die nächsten Wochen ermitteln wird und Sie über Kompensationsmaßnahmen der Bundesregierung, wie beispielsweise die Beantragung von Kurzarbeitergeld für die Belegschaften oder die in Aussicht gestellten Mittel der KfW-Bank informiert. Ziel ist es, Liquiditätsengpässe zu vermeiden und den bestehenden Liquiditätsbedarf so unbürokratisch wie möglich bereitzustellen.