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Mission Zukunft erfolgreich gestartet: Fiducia & GAD erreicht erste Synergieeffekte

veröffentlicht im Genossenschafts-Magazin Weser-Ems, Ausgabe 08/2016

Wettbewerbsfähigkeit der Banken durch Innovationen weiter stärken

Zur ersten Hauptversammlung als Fiducia & GAD begrüßte Vorstandsvorsitzender Klaus-Peter Bruns am 23. Juni erstmals alle Anteilseigner, die Volksbanken und Raiffeisenbanken, in Münster. Der IT-Dienstleister der rund 1.000 Volksbanken und Raiffeisenbanken präsentierte seinen Eigentümern und Kunden die Unternehmenszahlen für das Geschäftsjahr 2015 und gab einen Überblick über die aktuelle Entwicklung und strategische Ausrichtung des Unternehmens.

Der Umsatz der Fiducia & GAD ist im Jahr 2015 mit 1.182 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr (1.120 Mio. Euro) leicht gestiegen. Der Konzernumsatz liegt bei 1.298 Mio. Euro (Vorjahr: 1.263 Mio. Euro). Vor dem Hintergrund des Zusammenschlusses waren im Geschäftsjahr 2015 zwar hohe Einmalaufwendungen für die Migrationsvorbereitung der Banken im Norden und Westen Deutschlands auf das neue Bankverfahren agree21, den Integrations- und Change-Prozess beider Häuser und der Umsetzung von Synergiemaßnahmen notwendig. Neben einer stabilen Erlösentwicklung konnten früher als erwartet erste kostenseitige Synergieeffekte erreicht werden, sodass ein Betriebsergebnis von 9,8 Mio. Euro auf Vorjahresniveau erwirtschaftet wurde.

Der IT-Dienstleister der rund 1.000 Volksbanken und Raiffeisenbanken präsentierte seinen Eigentümern und Kunden die Unternehmenszahlen für das Geschäftsjahr 2015 und gab einen Überblick über die aktuelle Entwicklung und strategische Ausrichtung des Unternehmens.

Strategische Vorteile für Banken 

„Unser Zusammenschluss ergibt für unsere Eigentümer nur Sinn, wenn unter dem Strich mehr herauskommt als vorher, wenn sich daraus strategische Vorteile – also ein Wettbewerbsvorsprung und natürlich auch finanzielle Vorteile - ergeben“, betonte Klaus-Peter Bruns auf der Hauptversammlung des IT-Dienstleisters. „Diesen Auftrag haben wir verstanden und verfolgen ihn konsequent bei jeder Entscheidung.“ Ab 2020 garantiert der IT-Dienstleister mindestens 125 Mio. Euro Einsparungen pro Jahr, die als Kostensenkung an die Eigentümer zurückfließen werden.

„Wir wissen nicht erst seit gestern, dass sich die wirtschaftliche Situation bei den Volksbanken und Raiffeisenbanken in den kommenden Jahren verändern wird“, führte Klaus-Peter Bruns aus. „Der gesamte Bankenmarkt befindet sich in einem massiven Umbruch, getrieben durch die anhaltende Niedrig- und sogar Negativzinsphase, die Regulatorik und neue technische Möglichkeiten. Die Umsetzung der regulatorischen Anforderungen und die Digitalisierung sind die großen Herausforderungen.“ Vor diesem Hintergrund gelte es vor allem, die Wettbewerbsfähigkeit der Volksbanken und Raiffeisenbanken nachhaltig zu stärken. 

Die Fiducia & GAD sieht sich und die genossenschaftliche Bankengruppe für die Zukunft gut aufgestellt: „Wir haben die entscheidende Basis für die Zukunft gelegt“, so der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens.

Digitalisierung als Chance

Insbesondere die digitale Vernetzung der Kunden stellen die Banken vor große Aufgaben – gleichzeitig aber auch vor große Chancen. Wir müssen unsere eigenen Stärken in die digitale Welt übersetzen“, unterstreicht Bruns. Die Aufgabe der Fiducia & GAD sei es, die digitale Transformation in der genossenschaftlichen FinanzGruppe weiter voranzutreiben und das Bankgeschäft der Zukunft mit Innovationen aktiv mitzugestalten.

Klaus-Peter Bruns: „Die Innovationsstärke von Unternehmen ist heute mehr denn je ein entscheidender Wettbewerbsfaktor.“ Um hier die Nase vorn zu haben, setzt der IT-Dienstleister auf moderne Entwicklungsmethoden und eine neue Innovationskultur. Dazu gehören moderne Plattformen wie Hackathons oder Kreativtechniken wie das Design-Thinking. Um neue Ideen zu fördern, hat die Fiducia & GAD erst im Mai eine Innovationswerkstatt in München eröffnet. 

Zukunftsfähig mit agree21

Viel Zeit, Kraft und Know-how investiere die Fiducia & GAD aktuell in die Migration der Banken auf agree21 – „ein Projekt, das voll und ganz auf die Zukunftsfähigkeit der IT der gesamten genossenschaftlichen FinanzGruppe einzahlt“, so Bruns. Circa 650 Banken nutzen aktuell agree21. Rund 350 Banken aus dem ehemaligen Geschäftsgebiet der GAD werden derzeit sukzessive auf agree21 migriert. „Aktuell sind wir mitten in der Pilotphase, die nach Plan läuft und gut funktioniert“, wie der Vorstandsvorsitzende der Fiducia & GAD auf der Hauptversammlung berichtete. Im Frühjahr erfolgte die Umstellung der ersten Banken von bank21 auf das neue Gemeinschaftsverfahren. „Auf der Basis der Erfahrungen aus den ersten Migrationen werden wir unsere Vorgehensweise bei der Umstellung auf agree21 kontinuierlich verbessern.“ Ab Februar 2017 werden die rund 350 VR-Banken in 64 Serien dann nach einem testierten Serienmigrationsverfahren sukzessive bis 2019 auf agree21 umgestellt. Ab Januar 2020 werden damit alle rund 1.000 Volksbanken und Raiffeisenbanken agree21 nutzen. „Bis zur letzten Migration werden wir beide Verfahren, also agree21 und bank21, kontinuierlich weiter entwickeln, um die Wettbewerbsfähigkeit aller VR-Banken sicherzustellen“, betonte Bruns.