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Herbstkonferenz der DZ BANK in Oldenburg

veröffentlicht im Genossenschafts-Magazin Weser-Ems, Ausgabe 01/2017

Herbstkonferenz der DZ BANK in Oldenburg Wie geht es der genossenschaftlichen Zentralbank 100 Tage nach der Fusion? Der Blick auf bisher Erreichtes und zukünftig Geplantes stand im Mittelpunkt der diesjährigen Herbstkonferenz, die am 7. Dezember 2016 in Oldenburg stattfand.

Moderates Wachstum, niedrige Zinsen: Der Blick auf das gesamtwirtschaftliche Umfeld bildete den Auftakt der Herbstkonferenz. Der Brexit sowie der überraschende Ausgang der amerikanischen Präsidentschaftswahl werden die derzeitigen Trends verstärken: Die Globalisierung verliert an Dynamik, die politische Unsicherheit nimmt zu, so die Meinung der DZ BANK Volkswirte.

Vor diesem Hintergrund erscheint die Entwicklung der genossenschaftlichen FinanzGruppe und der DZ BANK umso erfreulicher. Das Ergebnis vor Steuern nach IFRS liegt zum 3. Quartal 2016 bei etwa 2,2 Mrd. Euro. Auch im Branchenvergleich ist das Ergebnis beachtlich. Sondereffekte aufgrund der Fusion sowie eine gute operative Entwicklung der DZ BANK – unter anderem im Firmenkundengeschäft – tragen zu diesem vorzeigbaren Ergebnis bei. Vorstandsmitglied Frank Westhoff erläuterte daraufhin die deutlich unterschiedlichen Ergebnisstrukturen von IFRS und HGB. Künftig werde man - auch entsprechend den Anregungen im Allfinanzbeirat - diese Unterschiede der beiden Rechnungslegungsverfahren regelmäßig darstellen.

Das „magische Viereck“ der Erlösströme

Um Transparenz und Nachvollziehbarkeit geht es auch bei dem Thema der Erlösströme, das auf der verbundpolitischen Agenda derzeit weit oben steht. Die DZ BANK leistet Wertschöpfungsbeiträge für die genossenschaftliche FinanzGruppe entlang des „magischen Vierecks“ von Provisionen, Dividendenzahlung, Thesaurierung zur Stärkung des Eigenkapitals sowie Unternehmenswert. In allen vier Dimensionen hat die DZ BANK in den letzten Jahren deutliche Fortschritte erzielt. „Die transparente und ausgewogene Gestaltung der Erlösströme ist entscheidend, um gemeinsam und partnerschaftlich die starke Positionierung unserer Gruppe im Interesse aller Beteiligten weiter auszubauen“, betonte Dr. Christian Brauckmann. „Nicht außer Acht gelassen werden dürfen außerdem die vielen Investitionen, die die DZ BANK für die Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Gruppe leistet“, so Brauckmann. Beispielhaft erwähnte er hier das Innovationsmanagement oder auch Investitionen in Großprojekte des BVR wie „Kundenfokus 2020“.

100 Tage vereinigte DZ BANK – Rückblick und Vorausschau

Neben dem Rückblick auf 100 Tage gemeinsame Zentralbank gab Vorstandsmitglied Dr. Christian Brauckmann den Ausblick, was die Volksbanken Raiffeisenbanken in der nächsten Zeit Gutes von der „DZ BANK. Die Initiativbank“ erwarten können und stellte das harmonisierte Produkt- und Leistungsangebot vor, beispielsweise im Förderkreditgeschäft sowie im Depot B und Research. Er verwies auf  Synergieeffekte, die sich kurzfristig positiv bei den meisten Genossenschaftsbanken auswirken werden.

Innovationsmanagement in der DZ BANK Gruppe

Zukunft zu gestalten, bedeutet innovativ zu sein: Corinna Sander, Senior Managerin in der neuen Abteilung „Innovation und Digitalisierung“ der DZ BANK gab einen prägnanten Einblick in die Erfolgsfaktoren und Konzepte des Innovationsmanagements der DZ BANK Gruppe. Rund 100 Innovationsaktivitäten laufen auf allen Ebenen der DZ BANK Gruppe - ein „Innovationsradar“ schafft Transparenz. Als Beispiel für ein interessantes Projekt nannte Sander die Kooperation der Reisebank mit Ripple, durch die die Dauer von Auslandsüberweisungen von mehreren Tagen auf wenige Sekunden reduziert wird. Auch die Gründung von VisualVest durch Union Investment ist ein schönes Beispiel dafür, dass es zahlreiche Ideen zur Umsetzungsreife schaffen. Sanders Fazit: Die Genossenschaftliche FinanzGruppe stellt in vielen Projekten unter Beweis, dass sie auf dem Weg zu einer agilen, schnellen und modernen Bankengruppe ist!

Verabschiedung Herr Westhoff

Gegen Ende der Herbstkonferenz wurde Frank Westhoff als regional zuständiger Vorstand der DZ BANK für Weser-Ems verabschiedet. Verbandsdirektor Johannes Freundlieb ließ anhand von Auszügen aus Protokollen des Fachausschusses die letzten fast zehn Jahre Revue passieren und würdigte die stetige Teilnahme von Frank Westhoff. Auch Michael Engelbrecht, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Jever eG und Vorsitzender des Bankenbeirat Nord/Ost der DZ BANK AG, dankte ihm für sein Engagement. Zukünftig wird Dr. Christian Brauckmann in der DZ BANK zuständiger Regionalvorstand für Weser-Ems.