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DG HYP: Neujahrsempfang der Hamburger Immobilienwirtschaft

veröffentlicht im Genossenschafts-Magazin Weser-Ems, Ausgabe 02/2017

Am 10. Januar fand der 14. Neujahrsempfang der Hamburger Immobilienwirtschaft statt. Gemeinsam mit den immobilienwirtschaftlichen Vereinen lädt die DG HYP traditionell in ihren Wintergarten in der Hamburger Innenstadt ein. Rund 500 Gäste kamen trotz äußerst widriger Verkehrsbedingungen zum ersten großen Treffen der Branche im neuen Jahr.

Nach einem Willkommen von Prof. Dr. Tobias Just, Präsident gif Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung - einer der Vereine, der den Neujahrsempfang der DG HYP ausrichtet - , begrüßte Dr. Georg Reutter, Vorsitzender des Vorstands der DG HYP, die Gäste. Reutter warf zunächst einen Blick auf die Entwicklung der Märkte im Jahr 2016, in dem das Transaktionsvolumen gewerblicher Immobilien und Wohnimmobilien zusammengenommen mit 66 Mrd. Euro (2015: 80 Mrd. Euro) rückläufig gewesen sei. Dies sei jedoch insbesondere auf die Wohnimmobilienmärkte zurückzuführen, die im Jahr zuvor von einigen Großfusionen geprägt waren. Es gebe Signale, dass sich die Immobilienmärkte nach Jahren des Aufschwungs zu beruhigen beginnen. Die Frage sei, ob die Märkte in eine neue Phase des Immobilienzyklus eintreten. Die Branche erhalte keinen Rückendwind mehr durch die Zinsentwicklung. In diesem Umfeld habe sich das Neugeschäft der DG HYP erfreulich entwickelt, berichtete Reutter weiter. Mit einem Volumen von 7,4 Mrd. Euro habe die Bank das gute Vorjahresergebnis von 5,7 Mrd. Euro spürbar übertroffen. Für 2017 erwartet der Vorstandsvorsitzende eine ordentliche, solide Entwicklung der Märkte mit guten Geschäftszahlen der DG HYP.

Prof. Dr. Dennis Snower, Präsident des Instituts für Weltwirtschaft, Kiel und Professor für theoretische Volkswirtschaftslehre, Christian-Albrechts-Universität, Kiel sprach in seinem Gastvortrag über das Thema „Perspektiven 2020 der deutschen Wirtschaft und Immobilienbranche – ein Blick von außen“. Im Ergebnis prophezeite der Redner, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden Jahren weiterhin von stabilem Wachstum, auch zuwanderungsbedingt, geprägt sei. Die Prognosen beruhten allerdings auf einer Fortschreibung der Statistiken. Da wir in einer Welt der nicht replizierbaren Experimente lebten, müssten wir uns eingestehen, dass es Dinge gibt, von denen wir heute wissen, dass wir sie nicht wissen – die so genannten „Known unknowns“. Hier bessere Strategien für die Entwicklung von Prognosen abzuleiten, sei eine zentrale zukünftige Aufgabe.

Im Anschluss an den Gastbeitrag knüpften die Gäste bei einem Glas Wein und Delikatessen vom Buffet an das Gehörte an und nutzten die Gelegenheit, Kontakte zu intensivieren und neue zu schließen.