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Vier Millionen für die Futterproduktion

veröffentlicht im Genossenschafts-Magazin Weser-Ems, Ausgabe 07/2017

Die Landwirtschaftliche Bezugsgenossenschaft eG Damme verdoppelt ihre Kapazitäten am Standort Steinfeld

 © Oldenburgische Volkszeitung
Haben große Ziele: Die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Landwirtschaftlichen Bezugsgenossenschaft Damme: Stephan Sander (v. l.), Bernd Pille, Heinrich Hentemann, Franz-Josef Seeger und Udo Grabber besuchen die Baustelle in Steinfeld

Eine neue Annahmehalle, zwei große neue Rundsilos und eine Vergrößerung des Mischfutterwerks: Der Vorstand stellt sicher, dass die Bedingungen für die Herstellung mit den Ansprüchen in Gegenwart und Zukunft Schritt halten.

25 Jahre nach seiner Errichtung baut die Landwirtschaftliche Bezugsgenossenschaft Damme (LBD) derzeit ihre Betriebsstätte an der Bergmannstraße in Steinfeld aus. Ziel ist es, die Kapazitäten zu erhöhen und die Herstellung des Tierfutters den modernen Möglichkeiten anzupassen. Drei verschiedene Bauprojekte mit einem Investitionsvolumen von insgesamt vier Millionen Euro werden dabei gleichzeitig angegangen: Der Bau einer neuen Annahmehalle, der Ausbau des Mischfutterwerks und die Errichtung von zwei neuen Silos.

„Es handelt sich um eine Investition, durch die der Standort Steinfeld sich zukunftsfähig aufstellt“, sagt Stephan Sander, Geschäftsführer der LBD, und fügt hinzu: „Zudem setzen wir durch den Ausbau ein Zeichen, dass wir als Genossenschaft hier in der Region verwurzelt und in der Lage sind, mit dem Voranschreiten der landwirtschaftlichen Entwicklung Schritt zu halten.“

Die neue Annahmehalle entsteht, um den Anforderungen gesteigerter Produktionskapazitäten gerecht zu werden. Während aktuell 15 000 Tonnen Getreide im Jahr am Standort Steinfeld verarbeitet werden, sollen es nach den Umbauten doppelt so viele sein. „Folglich wird sich der Andrang der Landwirte und Lieferanten, die in der Erntezeit ihr Getreide liefern deutlich vergrößern“, sagt Thomas Athmann, der die Maßnahmen für die LBD betreut. Zu- und Abfahrt der neuen Annahmestelle werden so gelegen sein, dass sich ankommende und wegfahrende Fahrzeuge nicht in die Quere kommen und die Abfertigung zügig vorangehen gehen kann. Abgeschlossen sein sollen diese Arbeiten zur Ernte im Sommer 2018.

Die deutliche Erhöhung der zu verarbeitenden Getreidemengen erfordert zudem die Errichtung neuer Lagerkapazitäten. Bislang gibt es auf dem Areal in Steinfeld sechs kleine Silos, die jeweils 1000 Tonnen Getreide fassen sowie zwei große Silos, die ein Fassungsvermögen von jeweils 3000 Tonnen aufweisen. Hier gesellen sich bis Ende Juni zwei weitere große Silos hinzu. Der Guss des Fundaments aus Beton sowie die Unterkellerung sind bereits abgeschlossen, ab Mitte Juni werden nach Auskunft Athmanns dann die 25 Meter hohen Rundsilos errichtet. „Für den Aufbau eines Silos benötigen die Arbeiter nur rund eine Woche Zeit“, sagt Thomas Athmann.

Die dritte große Veränderung wird es am Mischfutterwerk geben. Damit zur Beladung auch längere Lastwagen mit Anhängern komplett in das Werk hineinfahren können, wird die LBD es um zwölf Meter verlängern. Zudem vergrößert die Genossenschaft durch die Modernisierung das Repertoire der Futtermischungen deutlich. „Früher gab es nur wenige Sorten an Futter für Schweine“, sagt Athmann. „Unterschieden wurde nur zwischen Ferkel-, Mittelmast- und Endmastfutter.“ Heute sei das Angebot auf dem Markt bedeutend größer. Zudem könne das Getreide mit Futterzugaben wie Soja bislang lediglich zu Mehl gemahlen werden. Bei dem Umbau würden auch eine Pelletpresse sowie ein Krümler eingebaut, sodass das Werk auch in dieser Beziehung auf dem neusten Stand sei. „Gefragt sind heutzutage betriebsindividuelle Mischungen“, sagt Geschäftsführer Sander. Die Arbeiten am Mischfutterwerk sollen bis Februar 2018 abgeschlossen sein.

Text: Oldenburgische Volkszeitung