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16. Agrar-Treffpunkt Weser-Ems

veröffentlicht im Genossenschafts-Magazin Weser-Ems, Ausgabe 08/2017

Am 14. Juni fand der 16. Agrar-Treffpunkt zum Thema „Ertragsschadenversicherung - flexibler Versicherungsschutz in tierhaltenden Betrieben“ statt. Es referierte Jürgen Enneking, Direktionsbeauftragter der zur R+V Versicherungsgruppe gehörenden VTV Vereinigte Tierversicherung Gesellschaft a.G.

Deutschlandweit hielt die Aviäre Influenza, umgangssprachlich auch Geflügelpest genannt, die Geflügelhalter in Atem. Die Zahl der Erstinfektionen als auch die Bandbreite der betroffenen Wildvogelarten erhöhten das Ansteckungsrisiko der gehaltenen Vögel.

Das hieß Stallpflicht über mehrere Wochen – und ein Aus des Status "Freiland-Ei" für Freilandbetriebe nach 12 Wochen. Trat ein Seuchenfall in einem Stall auf, ordneten die Behörden die sofortige Tötung aller Tiere an. Dieser Betrieb und alle im unmittelbaren Umkreis liegenden Betriebe fielen in ein Sperrgebiet mit strengen behördlichen Auflagen. Weitere Betriebe im Umkreis lagen in einem so genannten Beobachtungsgebiet.

„Die Wahrscheinlichkeit ist um ein Vielfaches höher, dass ein landwirtschaftlicher Betrieb von einer Betriebssperre betroffen ist, weil in seiner Umgebung ein Fall von Geflügelpest nachgewiesen wurde, als die Gefahr, direkt von der Seuche betroffen zu sein“ so Jürgen Enneking „aber die wirtschaftlichen Folgen, also die Ertragsausfälle, können gravierend sein. Wirtschaftlich problematisch wird es auch für jene Betriebe, die zwar selbst nicht in einem Sperr- oder Beobachtungsgebiet liegen, aber deren Zulieferbetriebe (wie z.B. Brüterei) oder Abnahmebetriebe (z.B. Schlachterei) von einer Sperre betroffen sind.“

Viele Landwirte sind sich dieser Risiken bewusst und haben sich laut Enneking über die VTV Ertragsschadenversicherung für die Geflügelproduktion abgesichert. Speziell für geflügelhaltende Betriebe bietet diese bedarfsorientierte Versicherungslösungen an.