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DZ HYP empfängt rund 450 Gäste zu Prognoseveranstaltungen

veröffentlicht im Genossenschafts-Magazin Weser-Ems, Ausgabe 04/2019

Zu einem wichtigen Barometer für die wirtschaftliche Entwicklung des neuen Jahres hat sich für viele Gewerbekunden und Partnerbanken der DZ HYP die Prognose von Stefan Bielmeier, Chefvolkswirt der DZ BANK, entwickelt.

 © DZ HYP
Laut Stefan Bielmeier (Chefvolkswirt der DZ BANK) bleiben die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland auch im laufenden Jahr stabil.

Bereits seit 2011 gibt der renommierte Researcher an sechs Standorten der DZ HYP – Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart und München – zu Beginn des Jahres einen Ausblick auf die erwartete Entwicklung der Konjunktur sowie der Kapital- und Immobilienmärkte im internationalen Kontext. Insgesamt begrüßte die DZ HYP bei den sechs Veranstaltungen rund 450 Gäste.

Die abschließende „Konjunktur-, Zins- und Währungsprognose 2019“ fand Mitte Februar in Hamburg statt. Rund 70 Gewerbekunden sowie Vertreter von Volksbanken und Raiffeisenbanken folgten der Einladung. Nach einer Begrüßung durch Hans Henrik Dige, Leiter Gewerbekunden Mittelstand & Verbund im Regionalzentrum Hamburg der DZ HYP, übergab dieser das Wort an Stefan Bielmeier. Dieser prognostizierte, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland auch im laufenden Jahr stabil bleiben dürften. Der aktuelle Abschwung sei zu einem spürbaren Anteil der Automobilindustrie zuzuordnen. Hinzu komme noch das volkwirtschaftliche Phänomen des abnehmenden Grenznutzens: Nach der langen Niedrigzinsphase seien viele Investitionen bereits ausgereizt. Das Wachstum dürfte sich im laufenden Jahr auf 1,4 Prozent abbremsen, nach 2,2 und 1,5 Prozent in den beiden Vorjahren. Risikofaktoren für Deutschland und Europa seien internationale Krisenherde, die derzeitige US-Politik sowie insbesondere der Brexit. Hinsichtlich der zu erwartenden Zinspolitik sieht der Chefvolkswirt der DZ BANK bis zum Ende der Amtszeit Mario Draghis Ende 2019 keinerlei Maßnahmen zur Leitzinserhöhung. Auch die Kapitalmarktzinsen dürften auf dem sehr niedrigen Niveau bleiben.

An den gewerblichen Immobilienmärkten erwartet Bielmeier eine weiterhin hohe Nachfrage. 2018 konnte das Investitionsvolumen mit fast 61 Milliarden Euro trotz eines knappen Angebots einen neuen Rekord erreichen. Insbesondere auf dem Wohnungs- und Büromarkt sei 2019 mit weiter anziehenden Preisen zu rechnen. Dies beträfe mitnichten nur die Top-Standorte in Deutschland. Vielmehr fiel die Preisdynamik der sieben einwohnerstärksten Städte Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart hinter den Gesamtmarkt zurück. Mit derzeitigen Mietrenditen von rund drei Prozent für attraktive Büro- und Einzelhandelsobjekte in den Metropolen sieht Bielmeier das Tief erreicht und geht nicht von weiter sinkenden Renditen aus.

Im Anschluss an den Vortrag erfolgte eine angeregte Diskussion und gegenseitiger Austausch unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.