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"Sterne des Sports": Oldenburger Tus Bloherfelde fährt zum Bundesfinale nach Berlin

17.11.2023

Die Volksbanken und Raiffeisenbanken in Weser-Ems haben den "Großen Stern des Sports" in Silber vergeben. Die Preisträger erhalten zusammen 5.000 Euro. Der TuS Bloherfelde fährt nun im Januar als Silber-Gewinner zum Bundesfinale in die Bundeshauptstadt. Der TuS Lehmden und der TV Wellingholzhausen folgen auf den Plätzen zwei und drei.

 © Markus Hibbeler

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Preisverleihung: Die drei Gewinner-Vereine mit den Vertreterinnen und Vertretern der betreuenden Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie AGVR-Geschäftsführerin Stephanie Hempel.

Bad Zwischenahn / Weser-Ems – Mit einer Rekordbeteiligung feiern die „Sterne des Sports“ ihren 20. Geburtstag. Mehr als 1.100 Vereine haben sich deutschlandweit beworben und sind im Jubiläumsjahr um den „Großen Stern des Sports“ in Gold ins Rennen gestartet. Dieser wird zusammen vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und den Volksbanken und Raiffeisenbanken vergeben. Diese in Deutschland bedeutendste Vereinsauszeichnung wird im Januar beim Bundesfinale am 29. Januar in Berlin verliehen. „Bei der letztjährigen Verleihung konnte Weser-Ems mit einem vereinsübergreifenden Projekt von drei Vereinen aus Bad Bentheim einen grandiosen 2. Platz und ein Preisgeld von 7.500 Euro mit nach Hause bringen“, sagte Stephanie Hempel, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Weser-Ems, heute bei der Preisverleihung des „Großen Stern des Sports“ in Silber auf regionaler Ebene in Bad Zwischenahn.

Sie gratulierte dabei dem TuS Bloherfelde von 1906 als Sieger auf Weser-Ems-Ebene. „Um das Ergebnis vom diesjährigen Bundesfinale zu überbieten, bleibt nur der Sieg in Berlin“, beglückwünschte die AGVR-Geschäftsführerin die glücklichen und stolzen Gewinner auf Weser-Ems-Ebene augenzwinkernd mit einer „klaren Zielvorgabe“. Der Oldenburger Verein fährt als Weser-Ems-Vertreter zum Bundesfinale. Aus Bad Zwischenahn nahmen die Oldenburger ein Preisgeld von 2.500 Euro mit nach Hause. Als Finalist sind dem Verein zudem 1.000 Euro sicher. Sollten sie in der Bundeshauptstadt ganz oben auf dem Treppchen stehen, winkt ein Siegerscheck über 10.000 Euro. „Wir sehen gute Chancen, dass der TuS Bloherfelde auch in Berlin sehr weit vorne landet“, betonten die Juroren Kaus Witte und Hartmut Kröncke.

Die Juroren des regionalen Entscheids zeichneten den TuS Bloherfelde für seine „Radfahrschule für Erwachsene“ aus. Dabei lernen vor allem ausländische Mitbürger und Mitbürgerinnen das Fahrradfahren. Die Menschen hätten in ihrer Heimat kaum Fahrraderfahrung, betonte die Geschäftsstellenleiterin des Vereins Susanne Möller. Durch das Projekt würden diese mobil im täglichen Leben und auf dem Weg zu Arbeit, würden im Selbstwertgefühl gestärkt und sich als „echte Oldenburger“ fühlen. Der integrative Charakter des Projekts sei hoch.

Den 2. Platz auf Weser-Ems-Ebene belegte der TuS Lehmden von 1908 aus dem Landkreis Ammerland mit dem Projekt „Alles was rollt“, das durch das Zusammenwirken vom Rollstuhlfahren bis zum Einradhockey ein besonders verbindendes Erlebnis darstelle. Das Siegertrio komplettiert der TV Wellingholzhausen aus dem Landkreis Osnabrück für die Integration und Inklusion von blinden Tennisspielerinnen und Tennisspielern. Der Verein ist ein „Wiederholungstäter“ und stand bereits im Vorjahr als Drittplatzierter auf dem Siegerpodest auf Weser-Ems-Ebene. Die Ehrung auf Silber-Ebene ist für die Preisträger auch finanziell attraktiv, da diese mit einem Preisgeld von insgesamt 5.000 Euro dotiert ist.

„Alle Preisträger stehen für eine außergewöhnliche soziale und integrative Leistung“, betonte Stephanie Hempel. Die große der Zahl der Bewerbungen zeige, wie wichtig die Vereine in Deutschland für die soziale und integrative Arbeit seien. Die ehrenamtlichen Leistungen seien „unbezahlbar“ für den sozialen Zusammenhalt. Tief beeindruckt zeigten sich auch die Juroren von dem vielfältigen ehrenamtlichen Engagement: „Der Preis verdeutlicht eindrucksvoll, dass der Sport viele schöne Gesichter hat und Menschen verbindet“, betonten Witte und Kröncke, die beide langjährig und hochrangig als Sportfunktionäre in der Region und in Niedersachsen tätig waren. Die AGVR-Geschäftsführerin Hempel, ergänzte, dass die Förderung dieses gesellschaftlichen Engagements eine „Herzensangelegenheit“ für die Volksbanken und Raiffeisenbanken in der Region darstelle.

Mit den „Sternen des Sports“ zeichnen die Volksbanken und Raiffeisenbanken in Deutschland das vielfältige ehrenamtliche Engagement der Sportvereine in Deutschland aus. Diese, landläufig auch als „Oscar des Vereinssports“ bezeichnet, würdigen vor allem das soziale, inklusive oder integrative Engagement der Vereine. Dazu zählen besondere Kinder- und Jugendsportgruppen, innovative Ideen zur Gesundheitsförderung oder auch Angebote für Schulen und Familien. Initiiert durch den DOSB und die Genossenschaftsbanken sind die „Sterne des Sports“ im Jahr 2003 ins Leben gerufen worden. In den vergangenen 20 Jahren sind den Vereinen rund acht Millionen Euro Fördergelder aus dem Wettbewerb zugeflossen. Inzwischen hat sich dieser zu einem gesellschaftspolitischen Event entwickelt, dessen alljährlicher Höhepunkt die Auszeichnung der „Sterne des Sports“ in Gold ist. Die Veranstaltung in Berlin wird von höchster politischer Ebene begleitet. In den vergangenen Jahren haben abwechselnd die Bundeskanzlerin und der Bundespräsident die Sieger-Vereine persönlich ausgezeichnet. Die Qualifikation dafür erfolgt auf regionaler Ebene (Bronze) und auf Landesebene (Silber). Weser-Ems gilt dabei als „eigenes Bundesland“.

Mehr Informationen finden Sie im Internet unter www.sterne-des-sports.de