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Genossenschaftsbanken in Weser-Ems wachsen weiter

12.03.2026

Bilanz 2025: Erneuter Anstieg der Kredite und Einlagen – stabile Ertragslage – Zahl der Beschäftigten nimmt zu

 © Svenja Heep / GVWE

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Die Verbandsdirektoren (v. l.) Axel Schwengels und Johannes Freundlieb freuen sich über eine positive Entwicklung bei den genossenschaftlichen Mitgliedsbanken des Genossenschaftsverbandes Weser-Ems e.V.

Oldenburg/Weser-Ems. Die 47 Volksbanken und Raiffeisenbanken im Geschäftsgebiet des Genossenschaftsverbandes Weser-Ems (GVWE) haben auch im Jahr 2025 ihre Rolle als verlässliche Finanzpartner bestätigt. Die zusammengefasste Bilanzsumme ist um knapp sechs Prozent auf 43,59 Milliarden Euro gestiegen. Trotz herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen konnten die Genossenschaftsbanken ihre Ertragslage stabil halten und ihr Kredit- und Einlagenwachstum weiter ausbauen.

„Unsere Volksbanken und Raiffeisenbanken bleiben ein Motor für Investitionen in Weser-Ems – sowohl für mittelständische Unternehmen als auch für private Haushalte“, betonte Verbandsdirektor Johannes Freundlieb anlässlich der Veröffentlichung der Jahreszahlen 2025.

 


Kreditgeschäft bleibt tragende Säule des Wachstums

Die eigenen Kundenkredite erhöhten sich 2025 deutlich um rund sieben Prozent auf 33,64 Milliarden Euro. Auch die vermittelten Kredite – insbesondere im Bauspar- und Förderbereich – legten zu und erreichten 9,51 Milliarden Euro (+1,91 Prozent).

„Das stabile Kreditwachstum ist ein Zeichen dafür, dass trotz verhaltener Konjunktur weiterhin in die Entwicklung von Unternehmen, Wohnraum und Energieprojekten investiert wird“, sagte Verbandsdirektor Axel Schwengels.

 


Erfreulicher Anstieg der Kundeneinlagen

Die eigenen Kundeneinlagen stiegen um gut sieben Prozent auf 29,10 Milliarden Euro. Die vermittelten Einlagen, vor allem Fondsanlagen und Bausparverträge, wuchsen ebenfalls deutlich auf 15,19 Milliarden Euro (+7,85 Prozent).

„Dass Kredite und Einlagen im Gleichklang wachsen, zeigt die Stärke des genossenschaftlichen Geschäftsmodells“, so Schwengels. „Die Banken bleiben wichtige Stabilitätsanker – und das Geld der Region bleibt in der Region.“

 


Stabile Ertragslage – Kosten steigen weiter

Der Zinsüberschuss verbesserte sich leicht auf 2,08 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme (dBS), während der Provisionsüberschuss etwas rückläufig bei 0,60 Prozent dBS lag. Der Verwaltungsaufwand stieg moderat auf 1,55 Prozent dBS. Das Betriebsergebnis vor Bewertung blieb mit 1,20 Prozent dBS leicht über dem Vorjahresniveau.

Treiber der Kostenentwicklung bleiben – wie bereits im Vorjahr angekündigt – vor allem Personal- und Transformationsaufwendungen. Die Zahl der Beschäftigten lag bei rund 6.500 Mitarbeitenden (Vorjahr: 6.343).

„Die Kostenentwicklung im Personalbereich bleibt herausfordernd. Neben den tarifvertraglichen Anpassungen verursachen Qualifikation, Digitalisierung und Recruiting erhebliche Mehraufwendungen – sind aber entscheidend für eine zukunftsfähige Bankenlandschaft“, erklärte Freundlieb.

 


Solide Eigenkapitalausstattung – dennoch zunehmender Regulierungsdruck

Die Eigenkapitalausstattung bewegt sich auch in 2025 auf einem komfortablen Niveau und bietet Raum für weiteres Wachstum.

Der Verband erneuerte seine Forderung nach spürbarer Entlastung: „Überbordende Bürokratie belastet die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit – sowohl der Unternehmen als auch der Banken“, betonte Freundlieb. „Wir wirken gerne mit für mehr Proportionalität in der Bankenregulierung, damit unsere Mitgliedsbanken endlich wieder als das wahrgenommen werden, was sie seit jeher sind: Diener der Realwirtschaft“, so Freundlieb weiter.

 


Nachhaltigkeit bleibt Chance für die Region

Obwohl viele Nachhaltigkeitsanforderungen politisch neu bewertet werden, bleibt das Thema laut Schwengels „ein zentraler Investitionstreiber in Weser-Ems“.

Der Ausbau erneuerbarer Energien – von Photovoltaik über Windenergie bis zu Wärmenetzen – biete große wirtschaftliche Chancen. Genossenschaftliche Modelle gewännen dabei zunehmend an Bedeutung, sowohl für Kommunen als auch für private Initiativen.

 


Zahlen im Überblick (Auswahl)

Kennzahl

2024

2025

Veränderung

Bilanzsumme

41,16 Mrd. €

43,59 Mrd. €

+5,91 %

Eigene Kundenkredite

31,44 Mrd. €

33,64 Mrd. €

+6,99 %

Eigene Kundeneinlagen

27,16 Mrd. €

29,10 Mrd. €

+7,16 %

Vermittelte Kundeneinlagen

14,08 Mrd. €

15,19 Mrd. €

+7,85 %

Zahl Banken

47

47

Zahl Bankstellen

398

401

Beschäftigte

6.343

6.500


 

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