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Raiffeisen Ems-Vechte wächst gegen den Trend

veröffentlicht im Genossenschafts-Magazin Weser-Ems, Ausgabe 12/2017

Die Geschäfte der Raiffeisen Ems-Vechte sowie der Raiffeisenbank Emsland-Mitte eG laufen gut. Bilanzsumme und Eigenkapital der Bank- und Warengenossenschaft sowie der Absatz im Warengeschäft sind gestiegen.

 © Raiffeisen Ems Vechte
Auf der Mitgliederversammlung der Raiffeisenbank Emsland-Mitte eG/Raiffeisen Ems-Vechte: Verbandsdirektor Johannes Freundlieb (v. l.), Aufsichtsratsvorsitzender Otto Lieber, Vorstandsmitglied Hans Wolken, Vorstandsmitglied Helmut Krüssel, Hans-Georg Bruns, Vorstandsmitglied Dieter Wessels, Geschäftsführer Wilhelm Funke und Vorstands-mitglied Albert Weersmann

Die Versammlung der Genossenschaftsmitglieder in Haselünne billigte die Ausschüttung einer Dividende sowie Warenrückvergütung an ihre Mitglieder in Höhe von netto insgesamt rund 2,9 Millionen Euro.

Nachdem Vorstandsmitglied Helmut Krüssel den etwa 400 Mitgliedern und Gästen die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erläutert hatte, stellten die Vorstandsmitglieder Hans Wolken und Albert Weersmann die Bilanz- und Entwicklungszahlen des Geschäftsjahrs 2016 sowie einen Ausblick auf 2017 vor. Mit einem Kundenkreditwachstum von erneut über 6,9 Prozent auf rund 319 Millionen Euro lag die Genossenschaft oberhalb des Durchschnitts der Banken im Verbandsgebiet. Ebenfalls konnten auch die Kundeneinlagen mit rund 10 Prozent zweistellig auf nunmehr rund 161 Millionen Euro erhöht werden. Die Bilanzsumme stieg um rund 25 Millionen Euro auf rund 417 Millionen Euro. Das wirtschaftliche Eigenkapital der Genossenschaft stieg auf rund 60 Millionen Euro an. Die Eigenkapitalquote beträgt damit 14,3 Prozent und liegt ebenfalls deutlich oberhalb des Verbandsdurchschnitts von 11,8 Prozent. Insgesamt sieht sich die Genossenschaft trotz der Hemmnisse durch die andauernde Niedrigzinsphase und der weiter wachsenden regulatorischen Anforderungen auch zukünftig gut aufgestellt.

Der Warenumschlag konnte zum Vorjahr wiederum um 3 Prozent auf 890.000 Tonnen gesteigert werden. Hiervon beträgt die eigene Mischfutterproduktion mittlerweile rund 602.000 Tonnen. Sie erhöhte sich gegen den Negativtrend auf Bundesebene nochmals um mehr als 8.000 Tonnen. „Wir haben erneut Neukunden hinzugewinnen können und sind demzufolge organisch gewachsen“, sagte Weersmann.

Auch der Ausblick auf 2017 verspricht mit einer aktuellen Steigerung von über 4 Prozent weiteres überdurchschnittliches Wachstum. Der Anteil an der gesamten deutschen Mischfutterproduktion beträgt mittlerweile stolze 3 Prozent und an der niedersächsischen gar 4 Prozent. Damit befindet sich die Genossenschaft inzwischen unter den zwölf größten Mischfutterherstellern in Deutschland. Der Umsatz fiel preisbedingt um rund 11 Millionen Euro auf rund 330 Millionen Euro. Der Absatz im Düngemittelgeschäft sowie der Umsatz im Bereich Pflanzenschutz und Saatgut konnten 2016 weiter gesteigert werden. Aufgrund der neuen Düngerverordnung geht man hier für die nächsten Jahre allerdings von keinen nennenswerten Umsatz- oder Absatzsteigerungen mehr aus.

Über die abgeschlossene Baumaßnahme in Herzlake-Felsen mit Warenlager, Markt sowie Tankstelle berichtete Geschäftsführer Wilhelm Funke. Ebenso erläuterte er die in Bau befindlichen Investitionen am Standort Lähden mit neuem, modernem Warenlager und Tankstelle im Gewerbegebiet Süd sowie dem Bau einer neuen Tankstelle mit Shop und Waschanlage in Haren. „An beiden Standorten werden mehr als 3 Millionen Euro investiert“, so Funke. Darüber hinaus wurde am Warenstandort in Haselünne ein Nachbargebäude als Warenlager mit Bürogebäude langfristig gepachtet. „Hier entsteht in Kürze unser neues, modernes und zentrales Logistik- und Dispositionslager für unter anderem Saatgut und Pflanzenschutz“, erklärte Funke.

Vorstandsmitglied Dieter Wessels stellte die Ergebnisse der Konzerntochtergesellschaften vor. Diese erzielten 2016 durchweg positive Ergebnisse. Die Genossenschaft beschäftigte laut Wessels mehr als 400 Mitarbeiter. 2017 wurden erneut zwölf neue Auszubildende im Gesamt-unternehmen eingestellt. Mit insgesamt 31 Auszubildenden in verschiedenen Berufen beträgt damit die Ausbildungsquote weiterhin rund 8 Prozent.

„Die Genossenschaft ist damit einer der größten Ausbilder und auch Arbeitgeber in der Region Emsland/Grafschaft“, so Wessels. Er freute sich, den Mitgliedern mitteilen zu können, dass aufgrund des 2016 erzielten Gesamtergebnisses die Genossenschaft in der Lage ist, netto rund 2,5 Millionen Euro an Warenrückvergütung und eine Dividende in Höhe von rund 434.000 Euro – sprich 4 Prozent – an die 5.733 Mitglieder auszuschütten. Darüber hinaus bedankte er sich besonders bei den Kunden für die wieder zahlreichen Aufträge im abgelaufenen und laufenden Geschäftsjahr.