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Schwäbisch Hall untermauert Marktführerschaft

veröffentlicht im Genossenschafts-Magazin Weser-Ems, Ausgabe 04/2019

Die Bausparkasse Schwäbisch Hall blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Beim Bausparen verzeichnete sie ein deutliches Plus im Neugeschäft und erreichte die höchste Gesamtsumme der verwalteten Bausparverträge in der Unternehmens-geschichte. In der Baufinanzierung stieg das vermittelte Volumen ebenfalls an. Das Ergebnis lag vor allem als Folge des Niedrigzinsumfeldes unter dem Vorjahreswert, aber deutlich über den eigenen Erwartungen.

 © Schwäbisch Hall
"Voraussichtlich im 2. Halbjahr wird unser Unternehmen den ersten eigenen Pfandbrief emittieren. Der Baufinanzierungsspezialist nutzt damit die Möglichkeit des novellierten Bausparkassengesetzes, um die eigene Refinanzierungsbasis zu erweitern und die Ertragslage zu stärken“, gab der Vorstandsvorsitzende Reinhard Klein bekannt.

Für die Bausparkasse Schwäbisch Hall war 2018 gemessen am Neugeschäft ein erfreuliches Jahr. Sowohl beim Bausparen als auch in der Baufinanzierung sind wir dank unserer engen Zusammenarbeit mit den genossenschaftlichen Banken gewachsen“, erklärte Vorstandsvorsitzender Reinhard Klein. „Die Entwicklung unseres Bauspargeschäftes zeigt, dass unsere Kunden die Vorteile des Bausparens in Zeiten sehr niedriger Zinsen zu schätzen wissen. In der Baufinanzierung wird die Nachfrage nach unseren Produkten vom lebhaften Immobilienmarkt befördert.“

Schwäbisch Hall schloss im Geschäftsjahr 2018 im Inland Bausparverträge über ein Volumen von 29,7 Milliarden Euro ab (28,0 Milliarden Euro im Vorjahr). Mit einem Anteil von wiederum mehr als 30 Prozent bleibt Schwäbisch Hall unangefochtener Marktführer. Mit rund 306 Milliarden Euro (2017: 299 Milliarden Euro) verwaltet die Bausparkasse Bausparverträge mit der höchsten Gesamtbausparsumme seit ihrer Gründung. Ebenfalls sehr erfolgreich verlief das Geschäft mit Bausparverträgen im Ausland.

Das Neugeschäft im zweiten Kerngeschäftsfeld Baufinanzierung stieg um 3,6 Prozent auf 15,1 Milliarden Euro (14,6 Milliarden Euro im Vorjahr). „Grundlage für die erfreuliche Entwicklung sowohl im Bausparen als auch in der Baufinanzierung waren unsere Beratungsqualität und die enge Zusammenarbeit mit den Genossenschaftsbanken. Unser bewährtes Zusammenspiel ist ein echter Wettbewerbsvorteil“, so Klein weiter.

Ergebnisentwicklung von Niedrigzinsumfeld beeinflusst

Das Ergebnis vor Steuern inklusive der Tochterunternehmen war 2018 mit 295 Millionen Euro zwar rückläufig (2017: 334 Millionen Euro), lag jedoch deutlich über den Erwartungen. „Wir haben weiter stark in die Zukunft unseres Unternehmens investiert und ein Ergebnis über unseren Erwartungen erzielt. Damit sind wir als zinssensitives Institut im aktuellen Umfeld zufrieden“, sagte Klein.

Im laufenden Geschäftsjahr arbeitet Schwäbisch Hall im Rahmen seiner Strategie weiter an der Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette. Das gilt für die Überarbeitung der bestehenden Prozesse und Kanäle zum Kunden und für neue Geschäftsmodelle. Im vergangenen Jahr hat Schwäbisch Hall bereits den Online-Marktplatz Baufinex für Vermittler mitgegründet, um das Baufinanzierungsgeschäft gemeinsam mit den Genossenschaftsbanken weiter auszubauen. Das über Baufinex eingereichte Baufinanzierungsvolumen betrug Ende Februar, wenige Monate nach dem Start der Plattform, bereits 200 Millionen Euro.

Optimistischer Geschäftsausblick

Schwäbisch Hall ist gut in das neue Geschäftsjahr gestartet. Erklärtes Ziel für das Gesamtjahr ist es, die Ergebnisse des Vorjahres leicht zu übertreffen und im Bausparen wiederum einen Marktanteil von über 30 Prozent zu erzielen. In der Baufinanzierung sieht sich das Unternehmen unter den ersten drei der Branche und will seine Position weiter ausbauen. Das Unternehmen erwartet, dass die bereits hohe Nachfrage nach Wohnraum und damit auch die Preise in den kommenden Jahren weiter steigen. Viele Immobilien müssen zudem energetisch saniert und altersgerecht umgebaut werden.