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Bürgerwindpark Stedesdorf feiert erstes Windparkfest

veröffentlicht im Genossenschafts-Magazin Weser-Ems, Ausgabe 08/2019

Rund 250 Genossenschaftsmitglieder versammelten sich zum ersten „Windparkfest“ des Bürgerwindparks Stedesdorf. „Es freut uns sehr, dass unsere Idee eines gemeinsamen kurzweiligen Miteinanders so toll angenommen wurde“, so Geschäftsführer Dieter Hinrichs.

 © Bürgerwindpark Stedesdorf
Geschäftsführer Dieter Hinrichs (r.) begrüßte die zahlreich erschienenen Genossenschaftsmitglieder.

In und um die Halle von Frerich Behrens wurde allerhand vor der Kulisse des Stedesdorfer Windparks geboten. Wer sich für das Innere einer Windkraftanlage interessierte, war eingeladen, sich direkt vor Ort bei einem Serviceteam der Firma ENERCON zu informieren.

Für das leibliche Wohl sorgten u. a. der Frauenstammtisch „Flotte 7“, die Jugendfeuerwehr und der Heimat- und Verkehrsverein. Die Kinder konnten sich auf der Hüpfburg und dem Trampolin vergnügen. Auch die Tombola mit vielen attraktiven Preisen hatte großen Zuspruch. Hauptpreise waren zwei Rundflüge über die ostfriesischen Inseln. Über den Erlös der Tombola in Höhe von 500 Euro freuen sich besonders die Erzieherinnen und die Kinder des Kindergartens Stedesdorf.

Der Bürgerwindpark Stedesdorf ist seit 2013 in Betrieb und produziert laut Hinrichs jährlich rund 90.000 Megawatt Strom. Damit könnten etwa 22.500 Vier-Personen-Haushalte versorgt werden. Das entspreche einer CO2-Einsparung von rund 70.000 Tonnen. Rund 600 Genossenschaftsmitglieder stünden hinter dem Bürgerwindpark. Sie hätten in den vergangenen Jahren von stabilen Gewinnausschüttungen profitiert. Dies habe sich auch positiv auf die Gewerbesteuereinnahmen der Gemeinde ausgewirkt.

„Die Gemeinde und Region profitierten in vielfältiger Art vom Ausbau der Windenergie“, sagte Hinrichs. Mit Sorge betrachtet er jedoch die zunehmenden Hindernisse und die fehlende Akzeptanz für den Ausbau der Windenergie in der Bevölkerung und bei den kommunalen politischen Entscheidungsträgern. „Die gesamte Branche muss den Dialog stärken und wieder die Vorteile der Windkraft deutlich machen“, sagte Hinrichs.